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Michael Wachtler

Michael Wachtler - Entdeckungen



Von Michael Wachtler entdeckte oder neu beschriebene Arten und Gattungen
Von Michael Wachtler wurden als alleiniger Autor oder zusammen mit Autoren aus Spanien, Italien, Usa, Deutschland, Holland, Österreich insgesamt 32 neue Gattungen und 114 neue Arten (Stand Dezember 2016) erstbeschrieben. Fünf Gattungen, sowie vier Arten tragen seinen Namen in Würdigung seiner Verdienste um die Wissenschaft. Mehr

 

EntdeckungenIm Laufe der Jahre gelangen Michael Wachtler eine Fülle von Entdeckungen, welche weltweit Aufsehen erregten.

 

Vor 230 Millionen Jahren: Gewaltige Vulkanausbrüche
Im Gebiet der Seiseralm, von Predazzo und Buffaure wurden riesige Menge vulkanischen Materials an die Oberfläche gefördert. Lavaströme und Tuffablagerungen füllten die Senken zwischen den Riffen, überdeckten die Korallenbänke und töteten alles Leben. Auf Perioden heftigster Tätigkeit folgten Zeiten der Ruhe. Das Leben erholte sich, breitete sich auf den Lavadecken aus, um beim nächsten Ausbruch wieder überdeckt zu werden. Auf kleinen Vulkaninseln erblühte eine vielfältige Vegetation. Die Muschel Daonella mit ihren eleganten radialstrahligen Rippen fühlte sich im küstennahen Wasser der kleinen Vulkaninseln am wohlsten. Ganze Muschelteppiche finden sich in den Gesteinen. In den Vulkangebieten kristallisierte eine Fülle von Mineralien aus.

Eine eigenartige Entdeckungsgeschichte
Im Jahr 1990 entdeckte Michael Wachtler eine Vielzahl versteinerter Pflanzen, die bis dahin für die Wissenschaft unbekannt waren. Sie entstammen alle aus einer 230 Millionen Jahre alten Zeitepoche, Ladin genannt, in der Teile der Dolomiten heftige Vulkanausbrüche erlebten.
Wir können nun Teile der Geschichte des außerordentlichen Aufstiegs der Pflanzenwelt begreifen, welche uns bisher so verborgen blieb. Die Nadelbäume verdrängten die riesigen Bärlapps und Schachtelhalme, die Cycadeen entwickelten sich und zu guter letzt die heute alles dominierenden Blütenpflanzen. Ich danke der großartigen Natur, dass sie mir erlaubte, so viel an Zufriedenheit und Genugtuung zu erhalten. Vom Tag an dem ich die erste neue Cycadeenpflanze Bjuvia dolomitica entdeckte bis zum heute lernte ich so vieles über die Zeit und die Relativität menschlicher Wertvorstellungen. Wenn ich als „Zeitenwanderer“ durch die Dolomiten ging, vergaß ich vollkommen das geschäftige und hastige Leben der unten gelegenen Landschaften. Oft forschte ich Tage, Monate und Jahre nach einem grässlichen Phantom: Der Entdeckung der Gesamtheit. Ich wurde auf falsche Fährten geführt und dann wieder korrigiert. Die Suche nach den verschiedensten Teilen einer Pflanze brachte mich manchmal fast um den Verstand. Eines Tages fand ich einen Teil, einen anderen Tag, vielleicht viele Wochen später wieder einen. Neue Pfade taten sich auf. Ich vergaß das Menschsein und trat in ein neues Dasein.

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Die Pflanzen

Voltzia dolomitica sp. nov.
(WACHTLER & KONIJNENBURG 2000)
Triassic - Ladinian
Willsiostrobus dolomiticus sp. n.
(WACHTLER, 2011) männlicher Zapfen
Tirolstrobus dolomiticus gen. nov. sp. n.
(WACHTLER, 2011) weiblicher Zapfen

Die Dolomiten-Voltzie (Neuentdeckung). Diese erstmals von Michael Wachtler entdeckte, urtümliche Nadelbaumart war vor 230 Millionen Jahren in den Südalpen weit verbreitet.

Alpia ladinica sp. n.
(WACHTLER & KONIJNENBURG, 2000)
Triassic - Ladinian
Dolomitostrobus ladinicus gen. nov. sp. n.
(WACHTLER, 2011) female cone
Die Ladin-Konifere (Neuentdeckung).
Sie besiedelte die Vulkaninseln der Dolomiten vor 230 Millionen Jahren.



Voltzia pragsensis sp. nov.
(WACHTLER & KONIJNENBURG 2000)
Triassic - Ladinian
Die Vulkaninsel-Voltzie (Neuentdeckung).
Eine jener Koniferen welche die Tropen vor 230 Millionen Jahren besiedelten.





Equisetites arenaceus
(JÄGER, 1827)
Triassic - Ladinian
Der triassische Symbolschachtelhalm.
Hier handelt es sich um einen der imposantesten Vertreter der Schachtelhalmgewächse im Mesozoikum Europas.






Bjuvia dolomitica sp. n.
(WACHTLER & KONIJNENBURG 2000)
Triassic - Ladinian
Dioonitocarpidium moroderi (LEONARDI, 1953;
nov. comb. Kustatscher et. al. 2004) weiblicher Zapfen
Die Dolomiten - Bjuvia (Neuentdeckung).
Diese urtümliche Urcycadee dominierte damals das Buschwerk und führte zum Begriff „Zeitalter der Dinosaurier und Cycadeen“.



Apoldia wengensis sp. n.
(WACHTLER & KONIJNENBURG 2000)
Triassic - Ladinian

Diese Pflanze dürfte eine Unterart aus der Gruppe der Cycadeen gewesen sein.

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Vor 241 Millionen Jahren: Exodus in eine neue Welt
Vor 241 Millionen Jahren entwickelte sich am Piz da Peres in einer Lebensexplosion ohnegleichen ein bis dahin völlig unbekannter Garten Eden. Es war jenes Leben, das uns heute noch prägt. Wir erleben den rasenden Aufstieg der Nadelbäume, der Cycadeen und vieler Farne. Wir staunen über den Niedergang der einst so mächtigen Bärlappbäume und Schachtelhalme. Wie aus dem Nichts wurden plötzlich Saurier zu Dinosauriern. Schlangen und Eidechsen entwickelten sich.

Piz da Peres - Das Werden eines Paradieses
Von 1999 an verbrachte Michael Wachtler die Sommer am Piz da Peres in den Dolomiten. Sein Anliegen war, sich durch die Jahrmillionen bis zum Beginn der Zeit durchzugraben. Er entdeckte dabei ein völlig neuartiges Paradies mit vielen bisher völlig unbekannten Pflanzen, Sauriern und anderen Lebewesen.
Michael Wachtler förderte eine neue Art nach der anderen zutage. Trug Steinplatte um Steinplatte herunter. Um dieses Paradies als Erbe der Menschheit allen zugänglich zu machen.

Bunte Sauriergemeinschaften
Zwischen Paläozoikum und Mesozoikum kam es zum Wendepunkt. Für gewisse fünfzehige, vierfüßige Saurier gereichte es zum Vorteil, sich auf zwei Füßen in die Höhe zu erheben. Sie wurden zu den Ahnherrn der Dinosaurier. Andere wiederum wurden zu flinken Echsen oder Schlangen. Ein folgenschwerer Prozess setzte ein.

Megachirella wachtleri gen. nov. sp. n.
(RENESTO & POSENATO, 2002)
Triassic - Anisian
Der Vorläufer der Schlangen und Eidechsen (Neuentdeckung).
Im Jahr 2003 entdecken die beiden Wissenschaftler Silvio Renesto und Renato Posenato, dass es sich bei einem von Michael Wachtler am Kühwiesenkopf aufgefundenes Skelett um den Urahn von Schlangen und Eidechsen handelt. Ihm zu Ehren benennen sie es Megachirella wachtleri.



Rhyncosaurus
Triassic - Anisian
Schnabelechsen-Saurier.
Im Jahr 2007 entdeckte Michael Wachtler am Piz da Peres oberhalb des Furkel-Passes eine der reichhaltigsten Alpinen Saurierspuren-Stellen. Ein teilweise erhaltenes Saurierskelett zeigt zum ersten Mal, welchem Tier die häufig am Piz da Peres gefundenen eidechsenähnlichen Saurierspuren, bekannt als Rhyncosauroides tyrolicus zuzuordnen sind. Diese Tiere fielen durch ihren papageienartigen Schnabel auf.



 Sphingopus ladinicus
(AVANZINI & WACHTLER, 2012)
Triassic - Anisian
Der Dinosaurier-Vorläufer (Neuentdeckung).
Eine neue Gruppe von Archosauriern stellten in dieser Epoche, Anis, genannt, die Beine immer senkrechter unter dem Körper und begannen sich zweifüßig zu erheben. Die Vorderbeine verkümmerten. Sphingopus mit seinen fast dreizehigen Hinterbeinen und seinen verkümmerten Vorderbeinen erfüllte schon alle Charakteristiken der ersten richtigen Dinosaurier.

Brachychirotherium parvum
(HITCHCOCK, 1889)
Triassic - Anisian

Es handelte sich hier um Tiere mit runden Zehenpolstern und schmalen Klauen. Die Handeindrücke waren noch relativ groß. Die Erzeuger dieser Fährten gehörten zu primitiven Thecodontier oder Pseudosuchier.




Isochirotherium delicatum
(COUREL & DEMATHIEU, 1976)
Triassic - Anisian

Bei den Erzeugern dieser Tierfährten handelte es sich um so genannte Klein-Hand-Chirotherien, welche dem zweibeinigen aufrechten Gang schon sehr nahe waren. Erzeuger waren frühe dinosauroide Sauropoden.

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Die Fische
Die Bedeutung der Fischfauna liegt in ihrer Vielfalt. Fünf verschiedene Familien, davon einige weltweit nur selten in dieser frühen Mittleren Trias vorkommend wurden entdeckt. Bei den Quastenflossern handelt es sich um heute noch vorkommende lebende Fossilien. Man nimmt sogar an, dass aus ihnen die ersten Landtiere sich entwickelt haben. Dipteronotus zeigt ein küstennahes, vielleicht sogar übersalzenes Habitat an. Bei Saurichthys handelt es sich um ein den heutigen Barracudas oberflächlich ähnelnden Räuber. Bobasatrania mit seinem kugelförmigen Aussehen war ein langsamer, aber zielgerichteter Schwimmer. Der eigenartige Name dieses Tieres stammt von einem Dorf in Madagaskar, wo er zum ersten Mal gefunden wurde.


Equisetites mougeotii
(BRONGNIART, 1828)
Triassic - Anisian
Echinostachys richthofeni gen. nov. sp. n. (WACHTLER, 2011) (Neuentdeckung) (fertiler Zapfen)
Riesen-Schachtelhalme.
Diese hoch wachsende Schachtelhalmart bevölkerte in der Trias über viele Millionen Jahre den Planeten.

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Der Niedergang der Bärlappgewächse
Die einst dominierenden Riesen-Bärlappgewächse starben vor 280 Millionen Jahren aus. Ein Bärlapp-Baum rettete sich allerdings: Lycopia. Zum ersten Mal wurde er von Michael Wachtler in den Pragser Dolomiten entdeckt. Doch im Laufe der Zeit sollten er immer kleiner werden. Bis hin zu den Zwergen der Jetztzeit.


Lycopia dezanchei gen. nov. sp. n.
(WACHTLER, 2010)
Lycopodostrobus gaiae gen. nov. sp. n. (WACHTLER, 2011) (fertil)
Triassic - Anisian
Ursprung der heutigen Bärlapps (Neuentdeckung).
Vor 240 Millionen Jahren gab es noch Bärlapp-Bäume. Die heutigen sind nur mehr wenige Zentimeter hoch und kriechend.




Isoetites brandneri sp. n.
(WACHTLER, 2010)
Triassic - Anisian
Ursprüngliches Brachsenkraut (Neuentdeckung).
Heute noch findet man in feuchten, salzangereicherten Zonen diese Pflanze. Sie hat sich fast unverändert über die Jahrmillionen erhalten.





 Lepacyclotes bechstaedtii sp. n.
(WACHTLER, 2010)
Triassic - Anisian
Kriech-Bärlapp (Neuentdeckung).
Dieser unscheinbare, niedrig wachsende Bärlapp besiedelte die meerumtosten Strände vor 241 Millionen Jahren.






 Selaginellites leonardii sp. n.
(WACHTLER, 2010)
Triassic - Anisian
Moosfarngewächs (Neuentdeckung).
Ihre Nachfahren erregen heute noch Aufsehen. Eine davon wird „Auferstehungspflanze“, genannt, weil sie Monate ohne Wasser auskommen kann.





Selaginellites venieri sp. n.
(WACHTLER, 2010)
Triassic - Anisian
Verschiedenblättriges Moosfarngewächs (Neuentdeckung).
Seit 240 Millionen Jahren haben sich die zweiblättrigen Selaginellas nicht verändert.






Pleuromeia sternbergi
(CORDA, 1852)
Triassic - Olenekian
Ein Enigmatischer Bärlapp.
Baumförmiger und unverzweigter Lycopode. Es scheint, dass diese weit verbreitete Pflanze unvermittelt und plötzlich vor 244 Millionen Jahren ausstarb.

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Der Aufstieg der Nadelbäume
Alpia anisica und Schizolepis ungeri können als Vorläufer der heutigen Kieferngewächse angesehen werden während Voltzia agordica hin zu den vor allem heute noch auf der Südhalbkugel verbreiteten Araukarien-Nadelbäumen führt. Sie wurden von Michael Wachtler in den Dolomiten entdeckt und erstbeschrieben.

Voltzia agordica comb. nov.
(UNGER, 1850, WACHTLER, 2011 nov. comb.)
Triassic - Anisian
Willsiostrobus agordicus sp. n.
(WACHTLER, 2011) männlicher Zapfen
Tirolstrobus agordicus gen. nov. sp. n.
(WACHTLER, 2011) weiblicher Zapfen
Dreilappige Konifere. (Neuentdeckung).
Diese Nadelbaumarten zeichneten sich durch ihre typischen, dreilappige Samenschuppen tragende Zapfen aus.



Voltzia unescoensis sp. n.
(WACHTLER, 2011)
Triassic - Anisian
Willsiostrobus unescoensis sp. n.
(WACHTLER, 2011) männlicher Zapfen
Tirolstrobus unescoensis gen. nov. sp. n.
(WACHTLER, 2011) weiblicher Zapfen
Ein eigenartiger Nadelbaum (Neuentdeckung).
Hier handelte es sich um eine den heutigen Araukarien oberflächlich ähnelnde Nadelbaumart


Aethophyllum stipulare
(BRONGNIART, 1828)
Triassic - Anisian
Willsiostrobus acuminatus
(GRAUVOGEL-STAMM, 1978) männlicher Zapfen
Der Strauchnadelbaum.
Diese Konifere hatte buschförmigen Charakter.




Albertia alpina sp. n.
(WACHTLER, 2011)
Triassic - Anisian
Darneya schaurothi sp. n.
(WACHTLER, 2011) männlicher Zapfen
Pusterostrobus haidingeri gen. nov. sp. n.
(WACHTLER, 2011) weiblicher Zapfen
Der Riesenzapfen-Nadelbaum (Neuentdeckung).
Diese Konifere zeichnete sich durch ihre riesigen Pollenzapfen aus.



Alpia anisica gen. nov. sp. n.
(WACHTLER, 2011)
Triassic - Anisian
Alpianthus anisicus gen. nov. sp. n.
(WACHTLER, 2011) männlicher Zapfen
Dolomitostrobus anisicus gen. nov. sp. n.
(WACHTLER, 2011) weiblicher Zapfen
Ein Fichtenvorläufer (Neuentdeckung).
Sowohl der männliche als auch der weibliche Zapfen hatte durchaus Ähnlichkeiten mit den heutigen Pinaceaen.


Schizolepis ungeri sp. n.
(WACHTLER, 2011)
Triassic - Anisian
Alpianthus ungeri gen. nov. sp. n.
(WACHTLER, 2011) männlicher Zapfen
Dolomitostrobus bellunensis gen. nov. sp. n.
(WACHTLER, 2011) weiblicher Zapfen
Die zweiblättrige Konifere (Neuentdeckung).
Diese eigenartige Nadelbaumart trug verschiedenblättrigen Jugend- und Alterstriebe, welche wir heute noch bei der in Vietnam beheimateten Cupressus vietnamensis finden.

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Phantastische Farnwelten
Die Dolomiten zeichnen sich durch einen Reichtum verschiedenster fossiler Farne aus. Viele davon, wie die Osmundaceae, Lindsaeacea oder die Marattiales, bevölkern heute noch mit ihren Nachfahren die Erde.




Wachtleria nobilis gen. nov. sp. n.
(KANDUTSCH, 2010)
Triassic - Anisian
Der noble Farn (Neuentdeckung).
Dieser Farn besticht durch seine erlesene Schönheit. Wahrscheinlich war er ein Vorläufer der heute noch in den Tropen vorkommenden Lindsaeaceae.





Gordonopteris lorigae gen. nov. sp. n.
(VAN KONIJNENBURG ET. AL. 2006)
Triassic - Anisian
Ein Farn ehrt zwei Frauen (Neuentdeckung).
Dieser Farn ehrt zwei Wissenschaftlerinnen, die sich um die Erforschung der Dolomiten verdient gemacht haben: Maria Ogilvie-Gordon und Carmela Loriga-Broglio.




Ladinopteris kandutschii gen. nov. sp. n.
(WACHTLER 2011)
Triassic - Anisian
Der Schattenfarn (Neuentdeckung).
Dieser Farn fühlte sich vor allem im feuchten und schattigen Dickicht unter den Nadelbäumen am wohlsten.





Anomopteris mougeotii
(BRONGNIART, 1828)
Triassic - Anisian
Der Aphlebienfarn.
Dieser Farn zeichnete sich durch eigenartige große Fiederblätter aus, welche an der Hauptachse saßen, während die eigentlichen Fiederchen winzig klein waren.




Anotopteris distans
(BRONGNIART, 1835)
Triassic - Anisian
Der Wedelfarn.
Große ausladende Wedel stellen die Charakteristik dieses Farns dar.






Neuropteridium elegans
(BRONGNIART, 1828, SCHIMPER, 1879)
Scolopendrites grauvogelii (fertile)
(KONIJNENBURG ET. AL. 2006) (Neuentdeckung).
Triassic - Anisian
Der elegante Farn.
Dieser kleine Farn, weit verbreitet in der Trias fällt durch seine eleganten Nervaturen auf den Blättern und seinen eiförmigen Rhizom auf.




Neuropteridium voltzii
(BRONGNIART, 1828, SCHIMPER, 1879)
Scolopendrites scolopendrioides (fertile)
(KONIJNENBURG ET. AL. 2006) (Neuentdeckung).
Triassic - Anisian

Von Han van Konijnenburg - van Cittert, Evelyn Kustatscher und Michael Wachtler werden verschiedene Farnarten und ihre Fruktifikationen zum ersten Mal zweifelsfrei zusammengeführt. Es handelt sich um sehr primitive Farne.



Danaeopsis arenacea
(JÄGER 1827)
Triassic - Anisian
Der Vielzungen-Farn.
Dieser Farn erreichte eine weite Verbreitung auf der gesamten Nordhalbkugel. Selten aber wurden ganze Wedel gefunden.

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Eigenartige Farne mit Samen
Im Perm und der Trias gab es noch höchst eigenartige Farngewächse welche Früchte trugen.




Scytophyllum bergeri
(BORNEMANN, 1856)
Peltaspermum bornemannii n. sp.
(KUSTATSCHER ET. AL. 2007) fertil weiblich (Neuentdeckung)
Pteruchus dezignii n. sp.
(WACHTLER, 2011) fertil männlich (Neuentdeckung)
Triassic - Anisian

Es handelt es sich um einen Samenfarn welcher weit verbreitet war. Durch die Funde am Piz da Peres konnte sein Aufbau geklärt werden.



Sagenopteris keilmannii sp. n.
(WACHTLER 2011)
Caytonia fedelei n. sp.
(WACHTLER 2011) fertil
Triassic - Anisian
(Neuentdeckung).
Dieser heutigen Blütenpflanzen ähnelnde Samenfarn fiel durch seinen ungewöhnlichen Aufbau auf. Zum ersten Mal gelang eine Zusammenführung dieses eigenartigen neuen Farnes mit seiner Samenanlage.



Lugardonia paradoxa gen. nov. sp. n.
Triassic - Anisian
(Neuentdeckung).
Rätselhafte Samenanlage eines bis jetzt noch unbekannten Samenfarns. Sie wurde von Michael Wachtler entdeckt, aber ohne sein Wissen von Kustatscher, E., Hemsley, A. & Van Konijnenburg-Van Cittert, J.H.A erstbeschrieben.

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Cycadeen - Die Geburt einer Pflanze
Aus keinem anderen Gebiet weltweit, sind so viele fossile Cycadeengewächse bekannt geworden wie aus den Dolomiten. Die Cycadeen gehören zu einer der merkwürdigsten Pflanzenfamilien. Wie aus dem Nichts entstanden sie, und dominierten mit den Dinosauriern über viele Millionen Jahre die Welt. Wie nirgendwo sonst lässt sich ihr Werden am Piz da Peres verfolgen. Sogar ihre eigenartigen Blüten und die Knabberspuren kleiner Tiere sind uns erhalten geblieben.

Ladinia simplex gen. nov. sp. n.
(WACHTLER, 2010)
Triassic - Anisian
Dioonitocarpidium cycadea n. sp.
(WACHTLER, 2010)
Der Cycadeen-Urahn. (Neuentdeckung).
Am Piz da Peres werden häufig ganzrandige Blätter mit unverzweigten Seitennerven gefunden. Sie zeigen schon die ersten Ansätze zur Bildung der ursprünglichsten Cycadeen-Gewächse.


Bjuvia olangensis sp. n.
(WACHTLER, 2010)
Triassic - Anisian
Dioonitocarpidium loretzi n. sp.
(WACHTLER, 2010) weiblicher Zapfen
Thetydostrobus marebbei n. sp.
(WACHTLER, 2010) männlicher Zapfen
Die Königscycadee (Neuentdeckung).
Die Einzelblatt-Cycadee vergrößert sich immer mehr und wird dominanter. Die aufgeschließenen Blätter vermögen gut den Stürmen zu trotzen. Eine Idee setzt sich durch und wird immer planmäßiger.

Pseudoctenis braiesensis sp. n.
(WACHTLER, 2010)
Triassic - Anisian
Die Wedelblatt-Cycadee (Neuentdeckung).
Aus zufällig zerschlissenen Blättern haben sich nun geometrische Wedel ausgebildet. Die erste Cycadee hat ihren Werdeprozess vollendet. Für 240 Millionen Jahre bis in die Jetztzeit werden sie sich nicht mehr verändern.




Nilssonia primitiva sp. n.
(WACHTLER, 2010)
Triassic - Anisian
Die Segmentblatt-Cycadee (Neuentdeckung).
Die Einzelblatt-Cycas beginnt ihre Blätter aufzuschleißen, wahrscheinlich um den häufigen Stürmen besser standhalten zu können. Eine völlig neue Pflanze entsteht daraus.

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Das Werden der Blütenpflanzen
In den Dolomiten können wir die grandiose Geburtsstunde jener Pflanzen miterleben, deren Ursprünge eines der großen Rätsel der Menschheit darstellen: Der Blumen oder Angiospermen




Pizperesia tannae gen. nov. sp. n.
(WACHTLER, 2010)
Triassic - Anisian
Die rätselhafteste Blütenanlage (Neuentdeckung).
Diese Pflanze besticht eigenartigerweise durch den Aufbau einer primitiven Blüte wie sie nur von den erst viel später aufkommenden Blumen bekannt ist.

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Tregiovo
Eine 275 Millionen Jahre alte faszinierende Welt
Der große Reichtum an Nadelgewächsen, die hohe Anzahl an verschiedenen Cycadeenarten, das Vorhandensein von Ginkgogewächsen, Schachtelhalmen und Farnen sind Zeugnis, dass hier plötzlich eine erstaunlich moderne Pflanzengesellschaft entstand, welche nur mehr wenig Ähnlichkeit mit den Bärlappwäldern des Karbons zeigte. Einer heutigen Savannenlandschaft ähnlich, mit ergiebigen Überschwemmungen im Frühjahr und lang annähernden Trockenzeiten fast das ganze Jahr über, bot sie den idealen Nährboden für eine reiche Flora und Fauna. Unzählige Spuren kleiner Saurier (Dromopus) weisen auf eine reichhaltige und vielfach vernetzte Lebewelt hin.

Die Geschiche von Tregiovo
Waldmann Féro Valentini ist der wahre Held dieser Aufsehen erregenden Forschungsgeschichte. Im Jahr 2011 führte er mich nach Tregiovo in die Trentiner Dolomiten. Von jenem Tag an erwachte in Féro die Begeisterung für die Geschichte der Vergangenheit und er verwendete einen Großteil seiner Zeit um die Veränderungen im Laufe der Zeit zu beobachten. Selbst in den harten Wintern ließ er sich davon nicht beirren. Ohne Handschuhe, um die Steinplatten besser fühlen zu können und mit seinem vollkommen vereisten Bart arbeitete er hart um neue Pflanzenarten ans Tageslicht zu bringen. Er tat es nie um des Geldes Willen, und stellte alles der Allgemeinheit zur Verfügung. Ich vergesse nie jene wunderschönen Tage zusammen in freier Natur mit Féro. Er brachte immer seine selbst gepressten Apfelsäfte mit und seine „lucanica“ eine lokale Wurstspezialität. Mir kam vor als säßen wir im besten Restaurant der Welt. Er hatte auch immer seine selbstgefertigte Lärchenpechsalbe zur Hand, um meine verletzten Hände zu heilen. Während er mir sein Konzept der Natur erklärte, staunte ich wegen seines Wissens um die Natur und ihre „zeitlose“ Zeit. Leider leben wir heute nicht in einer Zeit wo die Entdeckung einer uralten Nadelbaumart oder eines Farns hoch geschätzt wird. Zusammen mussten wir erleben wie sich rund um uns die Welt veränderte, und Monsterbauten und gigantischen Straßen Platz machen mussten. Wir mussten akzeptieren, dass wir nach einer „verlorenen Zeit und Welt forschten“. Eines Tages kamen die Behörden und beschlagnahmten Féros Funde und deckten ihn mit hohen Strafbescheiden ein.

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Vor 280 Milllionen Jahren: Eine schwere Geburt
Vor ungefähr 280 Millionen Jahren begann die Erde im Bereich der westlichen Dolomiten aufzubrechen. Risse bildeten sich in der starren Kruste. Lavamassen ergossen sich aus tiefen Spalten und bildeten eines der größten Vulkangebiete Europas. Die Bozner Quarzporphyrplatte erreicht heute noch an manchen Stellen eine Mächtigkeit von mehr als 2000 Metern - aufgebaut in nur wenigen Millionen Jahren. Eine Savannen artige Landschaft mit starken Regenzeiten und langen Trockenperioden charakterisieren das Klima am besten.




Tridentinosaurus antiquus-Dromopus didactylus
Im Jahr 1931 entdeckte Gualtiero Adami in der Nähe des Dörfchens Pinè eine Steinplatte mit einem 260 Millionen Jahre alten Reptil. Es musste während eines Vulkanausbruches „gegrillt“ worden sein.






Neocalamites tregiovensis sp. n.
(WACHTLER, 2012)
Permian - Artinskian
Wasser liebende Pflanzen (Neuentdeckung).
Die Wichtigkeit des Nachweises von Schachtelhalmen in Tregiovo liegt darin, dass damit die Berechtigung an das von vielen Experten als Dogma genommene wüstenhafte Klima im Perm erschüttert wird.





Taeniopteris valentinii sp. n.
(WACHTLER, 2012)
Permian - Artinskian
Eine rätselhafte Pflanze (Neuentdeckung).
Benannt zu Ehren von Ferruccio Valentini, Kräutersammler und Waldmensch aus dem Nonstal der die meisten dieser Pflanzen entdeckte.




Bjuvia tridentina sp. n.
(WACHTLER, 2012)
Permian - Artinskian
Die andere Entwicklungslinie (Neuentdeckung).
Mit ihren eigenartigen ganzrandigen Blättern gibt diese Pflanze Hinweise auf mögliche Entstehungsmöglichkeiten der ersten Cycadeen.




Nilssonia perneri sp. n.
(WACHTLER, 2012)
Permian - Artinskian
Ein Aufsehen erregender Fund (Neuentdeckung).
Diese Cycadee wurde erstaunlicherweise sogar mit anhaftendem Stammteil gefunden. Sie bestätigt, dass die ersten Palmfarne eine schon den heutigen ähnlichen Aufbau hatten.



Baiera digitata
(FLORN, 1927)
Permian - Artinskian
Die Vorfahren der Ginkgo-Bäume.
Der Ginkgo ist heute nur mehr mit einer Art vertreten. Neu entdeckte Ginkgo-Gewächse aus dem frühen Perm der Dolomiten zeigen wie dieser Baum entstand. Diese Pflanze mit fingerförmig zerschlissenen Blättern gehörte zu den ersten Ginkgo-Bäumen. Sie war im Perm weit verbreitet.





Peltaspermum martinsii
(KURTZE 1839) (POORT & KERP, 1990)
Permian - Artinskian
Schirmartige Fruktifikationen.
Die weltweit auftretenden Peltaspermales, einer Gruppe von Samenfarnen gehören zu den häufigsten Pflanzen im Erdmittelalter.





Sphenopteris dichotoma
(ALTHAUS, 1846)
Permian - Artinskian
Der Ypsilon-Farn.
Dieser im Perm weit verbreitete Farn wurde wegen seiner eigenartigenYpsilon-artigen Beblätterung „dichotoma“ genannt.




Ortiseia daberi sp. n.
(WACHTLER, 2013)
Permian - Artinskian
Die Alpen-Konifere (Neuentdeckung).
Die Nadelbaumgattung Ortiseia, benannt nach dem Tiroler Grödental stellte die am meisten verbreitete und charakteristische Konifere dieser Gegenden im Perm dar.





Cassinisia ambrosii sp. n.
(WACHTLER, 2012)
Permian - Artinskian
Ein Vorläufer der heutigen Araukarien (Neuentdeckung).
Mit ihren weit ausladenden Ästen kann diese Konifere als ein Vorläufer der in der Triaszeit dominierenden Voltzien oder heutigen Araukarien angesehen werden.



Walchia vialli sp. n.
(WACHTLER, 2012)
Permian - Artinskian
Die Urkonifere (Neuentdeckung).
Die Gruppe der Walchien gilt allgemein als Basis aller heutigen Nadelbaumarten und war schon vom frühesten Perm an weit verbreitet.






Albertia scopolii sp. n.
(WACHTLER, 2012)
Permian - Artinskian
Eine Konifere mit männlichen Riesenzapfen (Neuentdeckung).
Dieser Nadelbaum zeichnete sich durch seine riesigen Pollenzapfen aus.




Trentia treneri gen. nov. sp. n.
(WACHTLER, 2012)
Permian - Artinskian
Die Zungen-Konifere (Neuentdeckung).
Die Blätter dieser Konifere weisen einige Ähnlichkeiten mit den heute noch auf der Südhalbkugel vorkommenden Kauri-Bäumen (Agathis).

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